Experimente mit Feuerzangenbowle… äh, Tee

Die zweitkälteste Jahreszeit ist gekommen, noch dazu hat der Weihnachtsmarkt eröffnet, und wer nach dem Glühwein noch nicht genug hat, kommt womöglich auf die Idee, sich eine Feuerzangenbowle zu gönnen. Wer davon dann auf dem Weihnachtsmarkt noch nicht genug hat, kommt vielleicht auf die Idee, sich die notwendigen Utensilien zur Herstellung dieses Getränks nach Hause zu holen, nur um daheim dann festzustellen, dass man als Durchschnittsteetrinker und Gelegenheitskuchenbäcker nur vierzigprozentigen Rum zu Hause hat. Genug der Vorrede! Endlich wird das Geheimnis gelüftet, und zwar hier, in eurem nutzlosen Lieblingsblog… Die Forschermäuse Benjy und Frankie haben getestet: geht’s auch so?

Mäuse beim Experimentieren

Der Versuchsaufbau (1): Benjy und Frankie sind mit etwas knappem Vorwissen von Manu ausgestattet, das diese vermutlich irgendwo im Internet aufgeschnappt hat. Außer den Mäusen sind anwesend: eine große Flasche vierzigprozentiger Rum… eine Tasse… zwei Zuckerstückchen… ein Teelöffel, mit dem später der Rum über die Zuckerstückchen geträufelt werden kann… zwei Stäbchen, auf denen der Zucker balancieren darf (idealer wäre natürlich eine Feuerzange, aber die braucht man ja erst, wenn wirklich was brennt)… ein Schnapsglas für den Rum… ein Heißgetränk, das möglichst auch mit Zucker und Rum schmeckt (Schwarztee)… und last but not least: ungehemmter Forschergeist!

Das Experiment: Im ersten Anlauf versucht Frankie Maus, den Rum im Schnapsglas mit einem Streichholz anzuzünden (2). Man hätte ihm voraussagen können, dass das ein schwachsinniges Experiment ist, denn mit dieser Alkoholkonzentration löscht der Rum einfach nur das Streichholz, wie das simples Wasser auch gekonnt hätte.
Weil Manu erzählt hat, dass der Rum in Verbindung mit Zucker besser brennen würde, hofft Benjy Maus, dass sein zweites Experiment (3) schon funktioniert: er lässt das erste Zuckerstück ein wenig im Rum baden, legt es dann auf die Stäbchen, beträufelt es mit noch mehr Rum und zündet es an. Tatsächlich, es brennt! Wenn auch nur sehr kurz.
Zuletzt wollen die Mäuse das letzte Internet-Manu-Gerücht untersuchen (4): hilft es, wenn der ganze Aufbau über einem Heißgetränk liegt? Dazu wird die Tasse voll Tee gekippt und ansonsten der letzte Versuch mit dem zweiten Zuckerstückchen wiederholt. Auch hier brennt der Zucker ein bisschen. Das Heißgetränk scheint keine große Veränderung zu bringen, außer der, dass die Juja nun einen leckeren Schwarztee mit Zucker und Rum zu sich nehmen kann.

Die Erkenntnisse der Mäuse, kurz zusammengefasst, während sie sich schön fürs Foto hingestellt haben (5): achtzigprozentiger Rum kann zum Zwecke der Feuerzangenbowlen-Zubereitung nicht schaden, es sei denn, man hat ein Feuerzeug und eine Menge Zeit. Was aber viel wichtiger ist: wenn man eine Viertelstunde mit Rum und Zucker rumgematscht hat, sollte man dringend vermeiden, sich die Pfoten am Fell abzuwischen!

(Hinweis an alle, die das Experiment zu Hause nachmachen wollen: geht sorgsam mit euren Mäusen um und bittet einen Erwachsenen, euch zu helfen oder wenigstens die Sauerei am Ende wegzumachen.)

2 thoughts on “Experimente mit Feuerzangenbowle… äh, Tee

  1. Vielen Dank an die Mäuse für diesen so professionell durchgeführten Test – das hätte ich nicht annähernd so gut hinbekommen und weiß nun trotzdem bescheid! Kann man die Kleinen eigentlich auch für andere Auftragsforschungen buchen?

  2. Na klar. Lass uns eine neue Blogserie draus machen. Nur deine Promotion werden sie nicht für dich schreiben wollen… was wohl auch besser ist, wenn man bedenkt, dass die Konzentrationsspanne der Mäuse auf dreißig Sekunden begrenzt ist (wenn man während der dreißig Sekunden nichts anzünden kann, womöglich noch weniger). Vielleicht kann ja im nächsten Monat Wischi ein Experiment hier veröffentlichen?

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