Zuviel Zeit oder was?

„Ich vermisse eigentlich nichts, obwohl ich keine Identität im Netz habe“, sagt Marianne*, 21, Studentin der vergleichenden Sprach- und Nonsenswissenschaften, wohnhaft in Bitterfeld, geschieden, 1 Kind, Schuhgröße 37. Sie hat eine für heutige Verhältnisse ziemlich mutige Entscheidung getroffen, sich in keinem einzigen sozialen Netzwerk angemeldet – und sich in diesem nutzlosen Blog sowie zahlreichen weiteren Onlinepublikationsplattformen darüber ausgelassen. Ein Interview

BraFo!: Marianne, wie kam es, dass du dich nie in sozialen Netzwerken angemeldet hast?

Marianne: Mir hat nie was gefehlt. Ich hatte einfach keine Lust dazu. So hab ich das für mich entschieden.

Gab es da ein Erlebnis, das den Ausschlag gegeben hat?

Nein, ich habe für mich entschieden, dass ich einfach keine Lust dazu habe. Da geht’s ja nur darum, Kommilitonen auszuspionieren, und das ist mittels tratschender Freundinnen und ambitionierter Überwachung viel detaillierter möglich.

Hast du gezögert, den Schritt nicht zu machen?

Überhaupt nicht, ich hatte keine Lust dazu und hab das für mich so entschieden. Mich nicht anzumelden hat auch keinerlei Zeit gekostet.

Was hat dich am meisten abgehalten?

Die dummen Menschen, die das Internetzelt bei einem namhaften europäischen Festival nur blockiert haben, um dümmliche Facebook-Fotoalben anzugucken. Auf sowas hatte ich keine Lust. Hat mir ja auch noch nie gefehlt. Das hab ich für mich so entschieden.

Wie haben deine Freunde reagiert?

Die haben mich auch abgehalten, aber letztlich hab ich das für mich selbst so entschieden.

Sicher, dass du nicht mal schwach geworden bist?

Natürlich habe ich einen Account für Bravo. Sonst könnte ich dort ja nicht am Kinderchat teilnehmen. Das hab ich für mich so entschieden. Man muss dort ja auch nur fünf Seiten mit persönlichen Daten befüllen, das ist ok für mich. Sonst hat mir noch nie was gefehlt und ich hab auch keine Lust auf sowas.

Aber du schreibst weiter persönliche Dinge überall ins Netz, wo sich die Möglichkeit bietet, oder?

Natürlich, das ist doch auch schön.

*Name und Daten vermutlich nicht von der Redaktion geändert. Inspiration hier.

1 thought on “Zuviel Zeit oder was?

  1. Die anschließende Mal, wenn ich read a weblog Ich hoffe, dass es enttäuscht mich, wie doesnt viel wie dieses. I bedeuten , ich weiß es war meine Wahl, um lesen , jedoch I wirklich dachte youd haben Eines aufmerksamkeitsstarke zu sagen. Alles, was ich höre, ist ein Bündel von Jammern über etwas , dass Sie fix bei Ihnen werent zu beschäftigt passieren Suche nach Aufmerksamkeit.

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