It's all around you it's a tragedy, look - so forget the cover, let's read the book...
(Levellers)
Auf besonderen Wunsch von Manu gebe ich hier nun meinen persönlichen Senf zu jedem Buch ab, das ich zum ersten Mal lese, auf dass sie (und vielleicht noch jemand anders?) bald nicht mehr um Lesematerial und literarisches Halbwissen verlegen sein muss.
«Alpenpässe und Anchovis» - Tim Moore (29.12.2011)
Weihnachtsbuch Nummer 2: Juhu! Volle Punktzahl! Auf dem Jakobsweg hat mich Tim Moore ja eher ein bisschen genervt, aber das gleiche Konzept auf die Tour de France gebracht funktioniert für mich wunderbar: mit mangelhaftem Vorwissen und einer guten Portion Understatement (jemand, der so untrainiert ist, wie Herr Moore von sich behauptet, radelt nicht mal eben 130 km pro Tag) soll die komplette Strecke der Tour abgefahren werden, was garniert wird mit Erlebnissen, in denen ich mich auch gut wiederfinden konnte (selbst wenn mein Rad Frankreich bis jetzt noch nicht kennt) und herrlichen Zitaten. Zum Beispiel: «Jedesmal, wenn ich die Zeichnungen von Mr. Boardman betrachtete, wie er auf allen Vieren einen unsichtbaren Mond anheulte oder sein Bein über den Esstisch schwang, hatte ich das dringende Bedürfnis, sein erschreckendes Buch zuzuklappen und in der Stadt Dinge aus Kohlefaser zu kaufen.» Herrlich! Lesen!
«Pintlaschk und das goldene Schaf» - Jurij Koch (27.12.2011)
Nun konnte ich mich ja endlich den Weihnachtsbüchern zuwenden - ein hübsch illustriertes Märchen war das hier, mit leichten Abzügen in der B-Note für eine sich etwas zu lang und dröge hinziehende Handlung, was aber die Moral der Geschichte wieder aufwiegt.
«Beneath the Surface» - Michael Phelps with Brian Cazeneuve (25.12.2011)
So, was haben wir denn falsch gemacht? - Ich sollte mich mal an meine Grundsätze halten: wenn man prominente Personen dezent sympathisch und inspirierend findet, bleibt man besser in seliger Unwissenheit über deren Umtriebe, denn alles andere ist tendenziell nur schädlich. Dieses Buch zum Beispiel: eine Ansammlung von «And then I swam that event, and then I won that race, and then I broke that record, and then I swam...» ohne jeglichen erkennbaren roten Faden und noch dazu mit einem klischeeamerikanischen Unterton, der zumindest mich irgendwann ziemlich nervte. Zuletzt: schwimmen ist langweilig! Wer hätte das gedacht? - In diesem Buch wirkt's jedenfalls so. Mir hat das überhaupt nichts gegeben.
«Habibi » - Craig Thompson (4.12.2011)
Nachdem ich mich erstmal vorsichtig an Craig Thompson herangetastet hatte, kam nun das unglaubliche Meisterwerk des Herrn: ein wunderschön aufgemachtes, unheimlich dickes Comicbuch, bei dem jede einzelne der vielen hundert Seiten wunderschön gestaltet ist. Zu den sowieso schon im Überfluss vorhandenen zeichnerischen Fähigkeiten des Autors gesellen sich hier noch eine anscheinend recht gute Kenntnis der arabischen Kalligraphie und eine wunderbare, ergreifende und gut erzählte Geschichte um Liebe, Phantasie, Magie und den ganzen Rest, die dieses Buch in jeder Hinsicht zu einem Meisterwerk machen.
«Hellboy 3: The Chained Coffin » - Mike Mignola (21.11.2011)
Nachdem ich den zweiten Band hier irgendwie vergessen und ausgelassen habe, soll nun doch mal wieder ein kurzes Zwischenfazit kommen. Positiv: Der wunderbar sympathische Hellboy! Und natürlich die Zeichnungen. Eher nicht so: Was sind das bloß für hirnlose Stories? Wen interessiert dieser ganze esoterisch-übersinnliche Unsinn? Und wieso um Gottes Willen müssen amerikanische Comics immer durch so grässliche Farben verunziert werden, wenn sie doch schwarzweiß eigentlich viel schöner wären? Na immerhin: diesmal gab's mehrere angenehm kurze Geschichten in einem Band, sodass die verfügbare Aufmerksamkeitsspanne des Lesers nicht allzu sehr ausgereizt wird.
«Zirkuskind» - John Irving (30.10.2011)
Dieses Buch hat eine meiner Theorien über den Haufen geworfen, an denen ich nun schon jahrelang hing. Die Theorie war: kein belletristisches Werk mit mehr als 500 Seiten ist den Leseaufwand wert, und wenn doch, wäre es zumindest mit halb so vielen Seiten doppelt so gut. So - dieses Buch hatte knapp doppelt so viele. Und ich hätte auf keine verzichten wollen, und hab mich bis zum Schluss keine Minute gelangweilt. Indien mag ich deshalb zwar immer noch nicht, aber es wurde ja schon ganz richtig angemerkt: das ist halt nicht für jedermann.
«Good-bye, Chunky Rice» - Craig Thompson (23.10.2011)
Und noch ein wunderbares Fundstück - wie war mir Craig Thompson eigentlich so lange entgangen? Hier haben wir jedenfalls ein kleines, hübsches Buch von ihm, das er wunderbar schwarzweiß mit dem Pinsel gezeichnet hat - traumhafte Bilder, noch besseres Lettering und dazu eine Geschichte, die so seltsam und traurig ist, dass man eigentlich gleich ein bisschen mit weinen möchte...
«Chew Vol. 1: Taster's Choice» - John Layman/Rob Guillory (18.10.2011)
Hier ist ein Ergebnis dessen, was bei Amazon-Empfehlungen rauskommen kann: was Gutes! Die Comicgeschichte hat eine ganz interessante Basis (der Detektiv kann über den Geschmack von Dingen deren Vergangenheit herleiten - psychischer Defekt oder sowas), die Handlung schwankt auch gerade genug zwischen garstigem Bösewichtsgeballer, intelligentem Krimi und absurder SF/Fantasy, um nicht langweilig zu werden, und die Zeichnungen sind von vorn bis hinten großartig. Ich befürchte zwar, dass der Spannungsbogen in späteren Bänden absolut schwachsinnig aufgelöst werden wird (siehe «Die Vergessenen»), aber das muss ich mir ja nicht mehr unbedingt antun...
«Yotsuba&! 1» - Kiyohiko Azuma (17.10.2011)
Irgendwer hatte mir wieder irgendsowas empfohlen, weil angeblich ja gar nicht alle Mangas doof sind. Aber vielleicht ja doch - von diesem hier wurde ich jedenfalls erstmal nicht vom Gegenteil überzeugt. Hundert Seiten lang ist man damit ausgelastet, seine Leserichtung im Auge zu behalten (wieso können übersetzte Mangas nicht einfach gespiegelt werden?), was aber womöglich auch gut ist, weil einen dann die überdrehten Charaktere, die flache Handlung und die linealgezeichneten Landschaften weniger nerven. Ich könnte mir schon vorstellen, dass ich das eines Tages mal nett finde... aber ich warte noch bis zur Demenz damit...
«Die Kunst zu beleidigen» - Arthur Schopenhauer/Franco Volpi (10.10.2011)
Die gute Nachricht vorweg: dieses Büchlein hat nur gut hundert Seiten. Und nun die schlechte: man kann sich trotzdem endlos damit quälen. Schopenhauer an sich ist nicht unbedingt mein Fall; dadurch, dass hier nur sein besonders garstiges Gezeter aphorismenartig zusammengekarrt wurde, wird das Gesamtwerk aber auch nicht besser. Mein Vorschlag, um dem Buch doch noch ein wenig Unterhaltung abzugewinnen: Liste führen, wie oft sich Schopenhauer über Dinge aufregt, die genau so wenige Seiten später in seinen eigenen Texten zu finden sind. Na immerhin hab ich mal wieder das Wissen aufgefrischt, dass Philosophie für mich Zeitverschwendung ist.
«Die Tote in der Bibliothek» - Agatha Christie (4.10.2011)
Das ist die Art von Buch, die man lesen kann, wenn man sich ein paar Stunden lang mal weder körperlich noch geistig bewegen will: ich hatte es ja schon wieder vergessen, aber bei Agatha Christie scheint es prinzipiell völlig sinnlos zu sein, der kriminalistischen Ermittlung zu folgen, da am Ende sowieso alles anders ist und sich selbst der Leser verarscht vorkommt von der alten Schachtel Miss Marple, die schon wieder alles vom Dorfpastor ertratscht hat...
«Eiserne Hochzeit» - Gerd Bieker (1.10.2011)
Nachdem sich meine Eltern schon jahrelang an dieser Geschichte erfreut hatten, musste ich's nun auch wissen: ja, hübsch! Ein nettes, unterhaltsames DDR-Buch, mit dem man ganz nebenbei auch den eigenen Sprachschatz mal wieder ein wenig um halbvergessene Worte auffrischen kann - und ein gutes Ende nimmt's am Ende auch. Perfekt fürs Wochenende.
«Achilles' Verse II: Lerne Laufen ohne Leiden» - Achim Achilles (24.9.2011)
Eine clevere Taktik während Regenerationspausen wäre, schöne Bücher über Bewegung zu lesen. Dass dieses hier aber nicht zu der Kategorie gehört, verrät eigentlich schon der Titel: Leiden?! Wie bitte? Zwar sind das stark übertriebene Kolumnentexte, aber der Erzähler wirkt alles in allem so, als sei ihm der Sport die schlimmste Bürde seines Lebens. Und das saugt einem gleich selber die halbe Motivation aus... Prädikat: großer Bullshit!
«Kafka» - David Mairowitz/Robert Crumb (30.8.2011)
Noch mehr Kafka - und diesmal sogar sein ganzes Leben. Das ist sehr passend von Crumb illustriert, was aber nicht unbedingt positiv gemeint ist, denn das ganze Ding zieht einen ziemlich runter - Kafka halt, Bukowski ist ein Sonntagsspaziergang dagegen. Ein ziemlich gestörter Typ in einer ziemlich gestörten Zeit. Im Prinzip wollt ich's gar nicht so genau wissen.
«Give It Up! and other short stories» - Franz Kafka/Peter Kuper (29.7.2011)
Ok, jetzt kommt die Reihenfolge durcheinander - eigentlich wollte ich nach dem Book of Genesis auch noch Crumbs Kafka-Biografie lesen, und damit mich jene nicht ganz so sehr runterzieht, besorgte ich mir gleich noch die Kurzgeschichten von Kuper dazu. Die sind zwar auch kafkatypisch deprimierend, aber immerhin genial illustriert. Und, was mich ein wenig erschreckte: nach zwei Jahren Deutsch-Leistungskurs kannte ich wirklich alle. Ich kann es trotzdem nur empfehlen.
«The Book of Genesis Illustrated» - Robert Crumb (3.7.2011)
Die Bibel. Ähem. Eigentlich schadet's nicht, das mal zu lesen, und die aufwändigen Zeichnungen von Crumb (schon das Lettering muss Jahre gedauert haben!) jagen einem auch die nötige Ehrfurcht ein, die man als Atheist ja vielleicht vorm Text allein nicht hat. Wie dem auch sei, die wertvolle Lektion dieser Lektüre war: ich bin in über zehn Jahren Christenlehre, Konfirmandenstunde und Religionsunterricht nur verarscht worden! Denn in Wirklichkeit ist da nüscht mit friedlichen Geschichten von Lämmern und weißhaarigen alten Männern. Und wenn, dann in einer ganz anderen Ebene... Schlusswort: Obwohl Crumb im Vorwort schrob, dies sei ausschließlich ernst gemeint, gibt es trotzdem Bilder und Deutungen, über die ich den ganzen Abend kichern musste. «My wife is beautiful to behold», sag ich nur!
«Das ewige Leben» - Wolf Haas (22.6.2011)
Den seltsamen Stil der Haas-Romane hab ich ja nun zu genüge beschrieben, und auch an der Gesamtwertung muss ich nichts mehr groß hinzufügen: wunderbar, unterhaltsam, lustig, und wieder war alles so verzwickt, dass mein ansonsten noch halbwegs intakter Schädel bis zum Schluss auch nicht mehr Ergebnis geliefert hat als der durchlöcherte vom Brenner (zumal ich noch die ganz falschen Ohrwürmer hatte!).
«Johnny Cash: I See a Darkness» - Reinhard Kleist (16.5.2011)
Wer kam eigentlich auf die Idee, ich würde Johnny Cash mögen? Dieser Graphic Novel (inklusive Spezial-Begleit-CD) hat mich dennoch positiv überrascht: schick gezeichnet (sieht mir nach Tusche und Pinsel aus... yay) und noch besser erzählt, das war fesselnd von vorne bis hinten und las sich weg wie nichts. Profi-Tipp aber trotzdem: es ist nicht der tollste Einfall, Johnny Cash aufzulegen, wenn die Gäste noch ein Weilchen bleiben sollen.
«The Trouble with Chickens» - Doreen Cronin/Kevin Cornell (10.5.2011)
Kinderbücher, hurra! Dieses ging natürlich deshalb in meinen Besitz über, weil es vom wunderbaren Kevin Cornell illustriert wurde. Die Geschichte ist, naja, unterhaltsam, bestimmt auch schön zum Vorlesen geeignet. Und die Bilder sind toll!
«Der berühmte Springfrosch» - Mark Twain (30.4.2011)
Endlich habe ich mal wieder eins der ewig andauernden Leseprojekte beendet. Mark Twain mag durchaus unterhaltsam sein, aber der teils garstige Zynismus dieser Sammlung von Erzählungen lässt sich deutlich besser in kleinen Dosen aushalten. Einige Geschichten sind ein wenig langatmig, andere dafür wirklich lustig und genau ins Schwarze getroffen - wie dem auch sei: über fünfhundert Seiten, selbst in hübschem Leineneinband, sind eine Aufgabe. Die ich nun bewältigt habe. Juhu!
«Wir müssen da hoch» - Peter Brunnert (17.4.2011)
Eine ziemlich seltsame Laune muss mich dazu gebracht haben, spontan dieses Buch mit lustigen Kletterergeschichten zu kaufen (die und die Cartoons von Erbse) - hier eröffnete sich mir ein völlig fremder Planet; teilweise konnte ich eine ganze Seite lang keinem einzigen Substantiv einen bekannten Gegenstand zuordnen. Magisch, magisch, dieses Kletterer-Vokabular. Trotzdem waren ein paar auch für mich als Nichtkletterer verständliche und sehr unterhaltsame Geschichten dabei. Bleibt nur noch die Frage offen, wieso um Gottes Willen meine Versicherung nachfragt, ob ich einen solch unbedenklichen, friedlichen Sport wie Tauchen betreibe, während es ihr völlig egal ist, ob ich womöglich ab und zu klettern gehe!
«Bekenntnisse eines Nachtsportlers» - Wigald Boning (27.2.2011)
Angenehmes Kontrastprogramm folgt sogleich: Wigald Boning hat ja sowieso seit «RTL Samstag Nacht» gewonnen bei mir, aber dieses Buch macht ihn erst recht faszinierend: der Herr hat eine überaus sportliche und abenteuerlustige Seite! Ganz egal, ob die Berichte nun der Wahrheit entsprechen oder frei erfunden sind: das motiviert zum Nachahmen und lässt vor allem meine eigenen Vorhaben für dieses Jahr, für die ich schon des Wahnsinns bezichtigt wurde, richtiggehend gewöhnlich und eigentlich durchaus steigerungsfähig erscheinen. Die Erlebnisse im Buch, kurz zusammengefasst: ein paar friedliche kleine Marathons zum Einstieg, dann mal ein Triathlon, Bergläufe, 24-Stunden-Mountainbiking, Schneewanderungen, Nachtskitouren... dagegen bin ich ja wohl ein Waisenmägdelein! Sehr fein. Will ich auch alles machen! Nur mein Schlafbedürfnis werde ich nicht derartig runterfahren können... :)
«Wir haben gar kein Auto ...» - Jutta Speidel und Bruno Maccallini (3.2.2011)
Aaaargh! Hiermit vergebe ich bereits Anfang Februar den Preis für das dümmste Buch 2011. Wenn zwei so C-Promis, die Aufmerksamkeit brauchen und maximal noch als der mit dem «gar keine Auto» bekannt sind (btw: wann war das? Ende der Neunziger?! Traurig, traurig...), so ein Machwerk über etwas ausrotzen müssen, worüber sie besser für alle Zeiten geschwiegen hätten, kommt halt ein Buch wie dieses dabei raus: die beiden Schnuckis hatten anscheinend Erstkontakt mit einem Fahrrad und sind damit dann direkt über die Alpen gefahren, alle Unbillen des Radlerlebens inklusive: es geht ab und zu bergauf, der Popo schmerzt, ein platter Reifen kommt einem auch mal unter und womöglich springt sogar die Kette ab! Aber all diese Schicksalsschläge haben die beiden Helden knapp überlebt, na ein Glück. Schreiben können sie trotzdem nicht, alle beide, und unsympathisch waren sie mir noch dazu. Gib denen doch mal jemand wieder ne kleine Fernsehrolle, dass die sowas nicht nochmal machen müssen!
«Anständig trinken» - Kingsley Amis (21.1.2011)
Dieses Buch ist von allen Seiten sympathisch: es ist nicht allzu dick - das kann nur gut sein. Die Ausgabe von Rogner & Bernhard ist wunderschön: glänzender Leineneinband mit Silberreliefdruck und passendem Lesebändchen. Und zu guter letzt ist auch der Inhalt wunderbar: hier wird in aller nötigen Kürze das wichtigste über «Anständiges Trinken» gesagt, von verbesserten Cocktailrezepten, dem notwendigsten für die Hausbar und Tricks für den Weinhändler des Misstrauens bis hin zu angeblich wirksamen Katermitteln - und das auch noch auf sehr unterhaltsame Art und Weise. Die reimenden Zitate (Gedichte?) scheinen etwas holprig übersetzt zu sein, aber das soll mich jetzt auch nicht weiter stören. Cheers!
«TOUCHÉ 5500» - ©Tom (15.1.2011)
Juhu, noch einer! Naja, einige Running Gags erschöpfen sich so langsam... aber die Bademeister und der kleine 10-Meter-Brett-Experte sind immer noch super.
«Silentium!» - Wolf Haas (15.1.2011)
Das Buch ist... eigenartig geschrieben, eigenartig gut, es fühlt sich nicht an, als würde man ein Buch lesen, sondern als bekäme man die Geschichte von einem leicht angetrunkenen Freund in der Kneipe erzählt, was nicht schadet, vor allem, wenn man sich besagten Freund auch noch mit österreichischem Akzent vorstellt. Und alles andere war ja sowieso wunderbar, in einem halben Tag ausgelesen, Bestwertung von mir, Amen und Silentium!
«TOUCHÉ 5000» - ©Tom (2.1.2011)
Die Tore zur geheimnisvollen Parallelwelt haben sich geöffnet, und ungesehene TOUCHÉ-Bände sind wieder aufgetaucht! Erstaunliche Erkenntnis: man kann sie auch lesen, wenn man nicht auf dem Klo sitzt! Und lustig sind sie sowieso immer.
«Fool» - Christopher Moore (01.01.2011)
Gut geschrieben, ach ja? Diese Geschichte König Lears aus der Sicht seines schwarzen Narren liest sich, als hätte sich Wodehouse heftig betrunken und wäre anschließend im Jungenklo eingesperrt worden, wo er unverzüglich mit dem Schreiben begann (obwohl in solchen Situationen das Zehnfingerschreiben gern mal zu kurz kommt). Es liest sich tatsächlich flüssig weg, hat seine guten Stellen und sorgt auch für vereinzelte Lacher, aber ansonsten ist es genau das, was ungefähr so auch der Autor im Nachwort schrieb: eine Spermafontäne über den öden Shakespeare. Schwarzer Humor ist was anderes.
«Questionable Content Vol. 1» - Jeph Jacques (29.12.2010)
Der erste Band umfasst die ersten 300 Webcomics (angesichts dessen, dass es inzwischen fast 2000 gibt, fürchte ich mich schon vor den kommenden 6 Büchern), teilweise (ca. 10-20?) neu gezeichnet. Definitiv geeignet für QC-Nostalgiker, die sich gern an das knubblige Aussehen erinnern, mit dem Faye und Marty das Licht des Web erblickt haben; Comic-Fetischisten wird es wohl eher nicht genügen und zudem auffallen, dass das Format der QC-Strips nur bedingt für den Druck geeignet ist - trotz des üppigen Buchformats ist der Comic ein Albtraum für sehschwache Menschen. Gesamt trotzdem: Thumbs up!
«Pure Anarchie» - Woody Allen (26.12.2010)
Zum Glück ist es nicht so lang - und zum Glück ist das noch nicht das beste, was man über dieses Buch sagen kann. Hier sind 18 «Neue Stories» des alten Meisters vereint, aber wie auch einige Filme, haben für mich auch ein paar seiner Geschichten ihre Längen, und ungünstigerweise sind dieselben alle am Anfang dieses Buches versammelt. Wenn man sich aber erstmal zu «Wie viel Trüffeln braucht der Mensch?» durchgearbeitet hat, kommt man schließlich doch noch zu ein paar Lachern und Herr Allen findet zu seiner gewohnten Form zurück.
«Ring Circus 1: Zirkusluft» - David Chauvel & Cyril Pedrosa (25.12.2010)
Der erste Band der Ring Circus-Serie, geschrieben von David Chauvel und gezeichnet von Cyril Pedrosa: die Bilder kamen mir teils fast so wirr vor wie die Geschichte, aber wer sich darauf einlässt und die Seiten (evtl. in weniger müdem, trunkenen Zustand) noch ein zweites Mal liest, findet eine wunderbar farbige Geschichte voller Spannung und Phantasie.
«Johnny Wander Vol. 1: Don't Burn The House Down» - Yuko Ota & Ananth Panagariya (25.12.2010)
Wer den Webcomic Johnny Wander noch nicht kennt, der möge sich sputen, dieses Versäumnis nachzuholen. Das erste Buch enthält eine Auswahl der bisherigen Comics, ergänzt um Anekdoten aus der Johnny-Wander-Welt, sowie Sticker. Und mein Special-Edition-Maw trägt eine wollige Wintermütze! Juhu! Danke, Yuko. Danke, euch allen. Ich zitiere den Klappentext: this book is like getting a hug from your favorite friend.
«Hellboy: Wake the Devil» - Mike Mignola (18.12.2010)
Dem Review des ersten Bandes ist nicht mehr viel hinzuzufügen: tolle Zeichnungen und spannende Geschichte... Mignola ist ein Meister seines Faches und einmal mehr hat man das Gefühl, dass wochenlange Recherche die Basis für dieses ganze mythologische Gebrabbel war. Und immer, wenn man dann anfängt, es selbst ein wenig albern zu finden, nimmt einem Hellboy direkt die Worte aus dem Mund und entschärft die Situation... fantastisch.
«Auto Bio» - Cyril Pedrosa (10.12.2010)
Erstaunlicherweise gefunden bei einem der Buchhändler, die mich nach meinem Exjob immer noch ab und zu in meinen Albträumen heimsuchen: der wunderbarste Zeichner der Welt hat eine Sammlung von ein- bis zweiseitigen Comics über sein Leben als «Öko» veröffentlicht. Ich mag eigentlich gar keine Ökos im herkömmlichen Sinne, aber sowohl mit der Haltung des Autors als auch den Gags konnte ich mich durchaus anfreunden - herrlich! Mehr von diesem Zeichner!
«The Meek 1: Lost and Found» - Der-Shing Helmer (22.10.2010)
Gleiches Problem wie bei «Hanna Is Not A Boy's Name» auch hier: die Druckqualität. Ok, es sind unbedeutende Newbie-Zeichner. Ok, es ist ein unbedeutender Newbie-Verlag. Aber hey, der Comic war für Comicverhältnisse wirklich billig, und ich persönlich würde lieber drei Euro mehr bezahlen und die erste Episode des herrlichen «The Meek» dafür auf einem Glanzpapier bekommen, das die Farben besser herauskommen lässt als dieser Niedriggrammatur-Ökoalptraum, auf dem fast noch die Rückseite durchschimmert. Schade um die großartige Vorlage, aber bestimmt wird's die irgendwann auch noch besser geben. Btw: wieso hat Angora eigentlich keine Brustwarzen?
«Hanna Is Not A Boy's Name 1» - Tessa Stone (22.10.2010)
Und mal wieder was Neues aus der Reihe «Juja unterstützt arme kleine Indiecomiczeichner, die aber immerhin erfolgreicher sind als sie selber» - in diesem Fall sogar einen Indieverlag mit noch recht übersichtlichem Angebot. Leider enthält das Heft nur die erste Episode des doch recht lustigen Webcomics (den ich online nie gelesen habe) - wunderbar gezeichnet, aber es hätte dem Gesamtkunstwerk nicht geschadet, das ganze auf doppelt so große Seiten zu drucken. Kann ja noch werden! Aber ansonsten thumbs up.
«Hellboy: Seed of Destruction» - Mike Mignola/John Byrne (21.10.2010)
Nach den sinnlosen letzten Comic-Reviews nun endlich der erste aus dem großen, tollen Paket: der erste Teil der Hellboy-Reihe. Unglaublich, dass es mich ganze 24 Stunden gekostet hat, ihn durchzulesen, denn eigentlich kann man ihn nach dem knappen Überfliegen der Intro nicht mehr aus der Hand legen. Viel besser als der Film, geniales Storytelling, großartig-minimalistisch gezeichnet und nichtmal die Syndicate-Farben nerven. Ich liebe Hellboy.
«Nichtlustig 5» - Joscha Sauer (16.10.2010)
Es ist anzunehmen, dass mich nicht mehr die Qualität der Cartoons, die Spezialgeschichten oder sonst irgendwas logisch erklärbares zum Kauf treibt, sondern die pure Sammelleidenschaft. Zwei meiner Lieblingscartoons der letzten Zeit waren erfreulicherweise enthalten. Aber (Spoiler): leider nicht die versprochene Auflösung, wieso Herr Riebmann in der Wand wohnt.
«Luuna - Der Spiegelkreis» - Didier Crisse und Nicolas Keramidas (16.10.2010)
Manu behauptet, dieses Buch hätte ich nur wegen dem Verkäufer haben wollen, aber da ich mich nichtmal an ihn erinnern kann, verneine ich das mal. Mein eigentlicher Grund waren die wunderschönen Zeichnungen - andererseits stehen die Chancen hoch, dass im eigens für mich geöffneten «Kind des Blitzes» die Geschichte weniger flach und sinnlos gewesen wäre (Mädchen aus geheimnisvollem Indianerstamm spricht mit Tieren, findet einen Prinzen und kämpft gegen ihren Fluch an - in der Grundschule wäre ich von sowas begeistert gewesen). Naja, vielleicht lern ich ja, auch so schick zu zeichnen und eine bessere Geschichte draus zu machen. Tipp an ComicAttack Erfurt: mehr Softcover für unter 15 Euro anbieten, am besten in Originalsprache - dann geb ich euch gern mein ganzes Geld.
«Writing for Comics» - Alan Moore (12.10.2010)
Wieder ein wenig Theorie - schön wär's gewesen, wenn hier Hinweise zu kreativer Ideenfindung, zu sinnvoller Struktur oder ähnliches zu finden gewesen wären. Aber das Buch war dünn und die brauchbaren Ratschläge passen auch auf einen zurückhaltend dimensionierten Spickzettel. Es ist halt auch schon zwanzig Jahre alt, und beim Lesen der Swamp Thing-Beispiele wird einem vor allem eines klar: was für ein blödsinniges Medium der Comic doch eigentlich ist. Immerhin: das Nachwort (mit der Grundaussage «vergesst alles, was ich bis hierhin geschrieben habe») war sein Geld wert.
«The Metamorphosis» - Franz Kafka/Peter Kuper (19.9.2010)
Und gleich noch ein wunderbarer Graphic Novel - die Geschichte ist ja nun bekannt und halbwegs deprimierend, die Umsetzung dafür aber großartig. Ich bin nicht so richtig sicher, ob es nun Drucke oder Zeichnungen sind (die unvorstellbare Arbeit, Platten für so viele Seiten zu schneiden!), aber für das Ergebnis kann ich mich durchaus begeistern.
«Three Shadows» - Cyril Pedrosa (17.9.2010)
Ein Graphic Novel, bei dem eindeutig ein Profi am Werk war: die Geschichte nimmt einen schon nach der zweiten Seite mit, sie ist gut geschrieben und noch besser gezeichnet - da kann man sich gar nicht entscheiden, ob man wegen der Tragik der Handlung in Tränen ausbrechen soll, oder in Glückseligkeit über diese beeindruckenden Perspektiven und Charaktere, die hier aufs Papier gebracht wurden. Einfach wunderschön.
«Sein und Schwein» - P. G. Wodehouse (16.9.2010)
So, nun wieder Hirn abschalten: der Klappentext sagte «Besser kann man seine Zeit nicht verschwenden», und das trifft's. Zum Glück ist Zeitverschwendung ja genau das, was man an faulen Urlaubstagen tun möchte, und wenn's mal nicht so toll ist, eignet sich's (zusammen mit einigem Bier) auch recht gut, um die Realität einfach mal auszublenden. Und natürlich wird alles gut!
«Geheime Botschaften» - Simon Singh (2.9.2010)
Nach einer wie immer langen Lücke mal wieder ein wenig Intelligenzlektüre - sogar noch unterhaltsamer als «Fermats letzter Satz», und gekoppelt mit diversen Nachforschungen im wirklichen (Arbeits-) Leben zum Thema Verschlüsselungsalgorithmen sowohl spannend als auch praktisch.
«Six-Penny Anthems», «Ambidextrous Collection I», «The Curious Case of Benjamin Button», «The Wippins Campaign», «The Superest» - Kevin Cornell (26.8.2010)
Da es sich im Wesentlichen um Bilderbücher bzw. illustrierte Geschichten handelt, fasse ich die ganze Sammlung mal unter einem Eintrag zusammen. Mal trotzdem eine einzelne Einschätzung: die besten Six-Penny-Anthems standen schon auf der Website, von den anderen war ich eher mäßig begeistert. Ambidextrous war toll und ich hätte gleich noch den zweiten Band bestellen sollen. Benjamin Button war immerhin besser als der Film, was aber daran liegen dürfte, dass die Originalgeschichte eben schon deutlich lustiger als der Film ist. Bei The Superest war ich ein wenig enttäscht, dass die Helden von der Website durch neue ersetzt wurden - aber die waren dann auch toll. Und zuletzt die Wippins Campaign - was hab ich für Tränen gelacht!
«The Return of Sherlock Holmes» - Arthur Conan Doyle (31.7.2010)
Wenn man keine Lust auf Experimente hat und einfach mal was lesen will, was anregt, gut geschrieben und unterhaltsam ist, dann sind die Sherlock-Holmes-Klassiker immer wieder ein Treffer ins Schwarze. Böse Zungen behaupten, nach der fünften Geschichte würde es langweilig, aber das kann ich nicht bestätigen.
«Frühstück mit Kängurus» - Bill Bryson (11.7.2010)
Ich vermute, Bill Bryson ist ein guter Autor, und dieses Buch könnte auch ganz nett sein. Aber damit kommen wir auch schon zur Kritik: es beginnt mit dem schmerzhaft übersetzten Titel (wenn's schon nötig ist, «Känguruh» ohne h zu schreiben, dann doch bitte erst auf Seite 20, wenn's gar nicht mehr anders geht), und auch der Rest der deutschen Ausgabe von Goldmann ist eher lieblos produziert: ein billig geklebtes Paperback mit schlechter Fotomontage vornedrauf (Känguru(h) muss sein), ein Haufen Tippfehler im Text und auch sonst so grottig übersetzt, dass jegliche Freude am Lesen flöten geht. Kann natürlich auch daran liegen, dass ich viel schönere Reiseberichte von Douglas Adams kenne. Keine Bestwertung an dieser Stelle.
«The Witches» - Roald Dahl (6.6.2010)
Hier ist nun mein zweites Mitbringsel aus dem Dahl-Kinderbuchregal: das grausame «The Witches». Eine spannende Geschichte, von der man im frühen Kindesalter womöglich noch Alpträume bekommen könnte - aber für abgebrühte Erwachsene ist sie ganz herrlich. Wie immer kommt das verfressene Kind nicht gut weg, während der clevere kleine Junge die Welt oder mindestens England (also den wichtigen Teil davon) rettet - also ist für die Moral von der Geschicht' auch schon gesorgt. Lesen!
«Tank Girl» - Jamie Hewlett und Alan Martin (5.6.2010)
Diese Comicserie beschert mir ein einziges Chaos: Teile dieses Bandes kannte ich schon aus der deutschen Version, andere aber auch nicht, und meine Hoffnung, dass die britischen Ausgaben nicht so hässlich nachkoloriert sein würden, wurde auch schon auf dem Cover («Now in full colour!») zerstört. Dennoch: Tank Girl! No worries, dogshit!
«Monty im Glück» - P. G. Wodehouse (31.5.2010)
Was gibt es zu Wodehouse noch zu sagen? Jedes seiner Bücher ist ein unerhörter Glückstreffer, jedes hält neue Irrungen und Wirrungen für die mehr oder weniger heiratswilligen bereit und immer kommt es zu einem völlig abstrusen Happy End. Glück für Juja...
«Making Comics» - Scott McCloud (28.5.2010)
Ein großartiges Buch über die Theorie am Comiczeichnen ist es bestimmt - mir gefiel zumindest, wie dort viele Gedanken analytisch und verständlich durchgegangen wurden, die sonst nur als intuitives, unbeschreibliches Gewabbel in meinem Kopf umherschwirrten. Ob es mir was gebracht hat, ist eine ganz andere Frage - das werden meine nächsten Bilder zeigen...
«The Twits» - Roald Dahl (25.5.2010)
Bei einem Besuch bei Freunden fiel mir der fettgedruckte Autorenname im Regal auf - und sofort bekam ich zwei hübsche Bücher des Besagten ausgeliehen. Bei diesem hier begann ich sogar (unter Einfluss von einigem Kuchen und Wein) unkontrolliert in mich hineinzukichern. Wunderbar entspannend und lustig!
«Fool on the Hill» - Matt Ruff (24.5.2010)
Seit langem war das das erste Buch, das ich ungewünscht bekam - und ich bin begeistert! Von Anfang an wunderschön zu lesen, und obwohl ich nicht an Gott und Schicksal glaube, war in dieser Geschichte alles perfekt und sogar die Geister glaubhaft. Danke nochmal für das tolle Geschenk! Und jetzt lass ich erstmal einen Drachen fliegen.
«The Memoirs of Sherlock Holmes» - Arthur Conan Doyle (30.4.2010)
Wenn ich schon im Urlaub kaum gelesen habe, dann doch wenigstens davor: (Spoiler Alert) hier kommt der dramatische Showdown zwischen Holmes und Moriarty, der sicher auch demnächst von Guy Ritchie zu einem billigen Hollywood-Brei verwurstet wird. Mein Tipp: Reichenbachfälle nochmal schnell besuchen, bevor sie in Disneyland eingegliedert werden.
«Tim und Struppi: Der blaue Lotos» - Hergé (7.4.2010)
Dieser Band der bekannten Serie hat es nun so lange ungelesen bei mir ausgehalten, und hat mich beim Lesen dann auch so wenig gefesselt, dass die Vermutung nahe liegt, ich habe nun langsam genug von dieser Serie und kümmer mich demnächst besser darum, die fehlenden Asterix-Hefte zu sammeln. Trotz allem: ein Hoch auf Hergé, den Klassiker!
«xkcd volume 0» - Randall Munroe (27.3.2010)
Endlich gibt's das Buch zur Website - und selbst für regelmäßige Leser wie mich lohnt es sich eindeutig. Dazu kommt die Suchtgefahr: nachdem ich am Samstag Morgen ganz beiläufig begonnen hatte, mal die Brailleschrift zu entziffern, fand ich mich etwa vier Stunden später bis zum Scheitel eingegraben in Verschlüsselungssysteme (und Gedichte von Lewis Carroll) wieder. Vorsicht damit, und nicht in der Nähe von kleinen Kindern aufbewahren!
«Sherlock Holmes - The Sign of Four» - Arthur Conan Doyle (24.3.2010)
Wieder einmal hat mich Projekt Gutenberg gerettet: so konnte ich doch noch das spannende Ende lesen, obwohl ich das Buch nicht zur Hand hatte. Im Vergleich zu sonstigen Sherlock-Holmes-Geschichten ist diese ziemlich finster, was aber nach der Wodehouse-Lektüre nicht verwundert: bei anstehenden Hochzeiten bleibt eben in der Regel nur die nackte Verzweiflung. Obwohl Bertie Wooster unterhaltsamer damit umgeht...
«Wo bleibt Jeeves?» - P. G. Wodehouse (17.3.2010)
Dieses Buch war, wie alles von Wodehouse, wieder pure Erholung. Und wie immer gibt's ein Happy End: Wooster muss abermals niemanden heiraten, das hirnlose Hühnchen wurde aber sicherheitshalber und vorteilhaft anderweitig unter die Haube gebracht. Alles fein. Falls dies der richtige Ausdruck ist.
«Der Graf von Monte Christo - Band 1» - Alexandre Dumas (16.3.2010)
Nach den Musketieren und «V wie Vendetta» meinte ich nun, mir auch noch dieses Werk antun zu müssen - der zweite Band kostet aber deutlich mehr Überwindung, als ich im Moment aufbringen kann (zumal ich auch noch bessere Bücher rumliegen habe). Hier wurde wieder einmal meine These bestärkt, dass es kein belletristisches Werk gibt, das mit mehr als 500 Seiten noch unterhaltsam und kurzweilig ist. Den Protagonisten weitere 500 Seiten bei der Ausführung seines komplizierten wie hirnlosen Racheplans zu verfolgen, halt ich nicht aus. Wie Geld doch den Menschen verdirbt!
«Sherlock Holmes - A Study In Scarlet» - Arthur Conan Doyle (7.2.2010)
Nachdem Amazon meine kleine Büchersendung erfolgreich in maximales Chaos transformiert hat, bekam ich es endlich doch noch - und nun weiß ich, wie die ganze Geschichte mit Holmes und Watson anfing (nämlich genauso toll, wie sie weitergeht). Angesichts des aktuellen Kinoprogramms hätte ich aber lieber Ildicko von Kürzy oder sonst irgendwas geistloses lesen sollen, denn mit dieser genialen Vorlage im Hinterkopf konnte der Film nur eine Enttäuschung werden. Was er dann auch wurde. Auf zu den restlichen Büchern!
«Die drei Musketiere» - Alexandre Dumas (31.1.2010)
Ein neuer Beitrag in der Reihe «Was ich schon immer mal gelesen haben wollte» - fällt meiner Meinung nach unter Allgemeinbildung und man quält sich damit deutlich weniger als zum Beispiel mit Faust 2. Das Buch ist, laut Nachwort, historisch ziemlich schlampig und entsprechend, im Gegensatz zu akkuraten historischen Wälzern, ein Vergnügen zu lesen. Das einzige, was ich nicht kapiere, ist, wieso das in der Geolino-Kinderbibliothek erschienen ist - und das ohne FSK-Siegel...
«Und übrigens noch was...» - Eoin Colfer (25.1.2010)
Was soll ich dazu sagen? Herr Colfer ist sicher kein schlechter Mensch, vielleicht auch kein übler Autor. Wenn er zum Beispiel einen Science-Fiction-Roman geschrieben hätte, in dem drei Erdlinge, ein grünes Alien und zwei durchgeknallte, aber humanoide Außerirdische irgendein Abenteuer erleben, wäre das womöglich gar nicht schlecht gewesen. In diesem Fall irritierte nur, dass die sechs genauso hießen, wie ein paar ziemlich bekannte Figuren von Douglas Adams, aber sich plötzlich ganz anders verhielten und auch das Buch selbst so ganz und gar kein Adams war. Trotz der bis zum Erbrechen eingestreuten Referenzen auf die Randgestalten der fünf ersten Bände. Aber Happy Ends und gänzlich bis zum Schluss aufgelöste Handlungsstränge...? Naja, wem's gefällt. Ich würde mich freuen, wenn Zaphod & Co. nicht nochmal derart durch den Kakao gezogen würden.
«Vom Leben gezeichnet: Tagebuch eines Endverbrauchers» - Harald Martenstein (24.1.2010)
Herrlich geistlose Bettlektüre, immerhin etwas bissiger geschrieben als die Hausfrauenkolumnen und somit stellenweise wirklich ganz lustig. Obwohl der Autor was gegen ihn zu haben scheint, mag ich auch Wiglaf Droste. Aber das ist ja kein Hindernis. Ich mag ja auch Mark Twain und Jane Austen.
«Haushaltsschnecken leben länger» - Christine Nöstlinger (24.1.2010)
Das österreichische Äquivalent zu meiner Heimzeitungskolumnistin Sabine Latzel: hier werden alle die Hausfrau bewegenden Themen (Kinder, Ehemänner, Jacken, Gefriertruhen, Gartenarbeit, Muttis) erschöpfend beleuchtet. Es bekommt den Unterhaltungsbonus für die österreichische Sprache, die ich immer wieder toll finde - ansonsten muss man das aber wirklich nur lesen, wenn die Klinikbibliothek partout nichts besseres bereithält.
«A Fish Called Wanda - The Screenplay» - John Cleese (23.1.2010)
Wunderbar! Herrlich! Lustig! Spannend! Britisch! Kurz gesagt: wie der Film, nur auf Papier.
«Monty Python's Flying Circus: Sämtliche Worte» - Monty Python (16.1.2010)
Das aufwändigste Buch seit langem: innerhalb eines Jahres habe ich es geradeso geschafft, alle Folgen zuerst anzusehen und dann nochmal die Texte nachzulesen, und nun müsste ich eigentlich von vorn anfangen, um die Feinheiten, die man erst in den Texten entdeckt, auch im Film wiederzufinden... Auf jeden Fall auch lesenswert, und für evtl. unübersetzbare Scherze gibt's sogar einen eigenen Anhang.
«Elixier - Das Geheimnis des Glupions» - Scotch Arleston/Varanda (7.1.2010)
Bahnhofsschätze, Teil 2: zur gleichen Gelegenheit gekauft, aber erst jetzt gelesen. Hier gesellen sich zu Spannung und wunderbaren Zeichnungen auch noch herrlich hirnlose Gags ohne Ende. Zum Glück bin ich ja Millionär, sodass ich mir nun gleich alles von Arleston kaufen kann (ich vermute, die Trolle lohnen sich am meisten)...
«Der Skorpion - Der Schatten des Engels» - Stéphen Desberg, Enrico Marini (4.1.2010)
Das ideale Klima für die Comicindustrie ist hereingebrochen: wegen Schneeverwehungen, Weichenstörungen und Verzögerungen im Betriebsablauf sitze ich auf dem Erfurter Bahnhof fest, und weil außer McDings und Presse&Buch nichts mehr geöffnet hat, bin ich förmlich gezwungen, mich mit Schätzen wie diesem über die Wartezeit zu retten. Spannend und hinreißend gezeichnet. Ich werde Fan.
«Sherlock Holmes - His Last Bow» - Arthur Conan Doyle (28.12.2009)
Was macht man in Leipzig, morgens um neun, bei Minusgraden? Richtig: man flüchtet in Buchläden! Und der beste hierfür war wieder einmal Jokers: klein, aber fein, sammeln sich hier auf engstem Raum so viele tolle Dinge, dass man direkt seinen Weihnachtswunschzettel nochmal anbauen muss. Zum Beispiel dieses, in der feinen Ausgabe von Headline Review. Gefiel mir deutlich besser, als es der Film sicherlich tun wird.
«André Cornelis» - Charles-Joseph-Paul Bourget (26.11.2009)
Angesichts seines Bekanntheitsgrads (kein vernünftiger Treffer bei Google!) und des schönen Einbands muss dieses Buch ein kleiner Schatz sein. Mit zweihundert Seiten ist die Geschichte auch gerade noch erträglich kurz gehalten, denn sonst würde man sich bestimmt irgendwann mit dieser heulsusigen Hauptfigur herumärgern - so kann man aber darüber hinwegsehen, dass man das Ende schon gleich von Anfang an ahnt und schließlich recht unspektakulär bestätigt findet.
«Der Feuergott der Marranen» - Alexander Wolkow (19.11.2009)
Wieder ein paar Exemplare dieser tollen Buchreihe ausgegraben - dieses hier kannte ich noch nicht. Trotzdem wie erwartet schön und spannend, genau wie die bekannten Bände.
«Sense and Sensibility» - Jane Austen (9.11.2009)
Nachdem ich hierzu schon den Film kannte, verlangte ich dringend nach einigen Erklärungen, die dann aber auch das Buch nicht zufriedenstellend geben konnte. Nicht vergleichbar mit anderen Austen-Werken, aber immerhin war's nur eine schöne, kostenlose PDF vom Gutenberg-Projekt. Wer erklärt mir, warum der Name der älteren Miss Steele unterwegs von Anne auf Nancy wechselt?
«Handcarved Coffins» - Truman Capote (3.9.2009)
Wieder eins aus der Sparte «Langweile auf dem Bahnhof». Ich beginne, die Sprachlern-Reclams zu mögen, trotz der Zeilennummern, die einem das Lesen gut versauen können. Dieses Buch war jedenfalls fesselnd bis zum Schluss - aber wie es wahre Geschichten so an sich haben, fehlt ihr eben das geschliffene Hollywood-Ende.
«Jetzt oder nie!» - P. G. Wodehouse (29.7.2009)
Selbst wenn Jeeves nicht auftaucht, sind die Bücher von Wodehouse offenbar durch die Bank die perfekte Urlaubslektüre: erholsam, unanstrengend, sprachlich meisterhaft und immer wieder unglaublich - nach dreihundert Seiten humoristischem Drahtseilakt gibt es doch noch ein unvorhersehbares Happy End!
«Wir sägen uns die Beine ab und sehen aus wie Gregor Gysi» - Wiglaf Droste (8.7.2009)
Wenn man auf Godot oder den UPS-Mann wartet, ist man in einem aufgedrehten Gemütszustand. Jedes vorbeifahrende Auto könnte ein brauner Transporter sein, draußen scheint die Sonne immer überzeugter und man ist viel zu hibbelig, sich mit Langprosa zu befassen. Perfekt sind daher die Werke des germanistischen Großmeisters, der auch hier mit Humor, umfassendem Nischenwissen, einwandfreier Sprache, Sarkasmus und gelegentlichen Anflügen von Arroganz seine Weltsicht zum Besten gibt.
«Tintenherz» - Cornelia Funke (3.7.2009)
Die noch größere Herausforderung bei diesem Buch bestand darin, mal länger als zehn Seiten wach zu bleiben, denn es war hochgradig einschläfernd. Empfohlen also allen Menschen mit schweren Schlafstörungen - wie kann man nur auf die Idee kommen, ein Kinderbuch mit knapp 600 überflüssigen Seiten zu schreiben?! Und die psychologische Analyse war auch schon auf Seite 200 abgeschlossen: wenn einem der Gemütszustand, die detaillierte Umgebung, wörtliche Rede und Gedanken aller Figuren bis ins kleinste vorgekaut werden, schaltet man eben unweigerlich das Hirn ab und fällt nach zwei Kapiteln ins Koma aufm Sofa. Thumbs down.
«Eine Liebe im Sechsachteltakt» - Helge Schneider (13.6.2009)
Eine Herausforderung. Als langjähriger Terry-Pratchett-Leser bin ich inzwischen daran gewöhnt, zig eigenartige Namen und einzelne Handlungsstränge im Gedächtnis zu behalten, sodass ich tatsächlich die meiste Zeit dem Spannungsbogen folgen konnte und mit Spannung das Finale erwartete. Das auch denen Pratchetts sehr nahe kam. Ich kenne zu wenig Bücher vom Helge, als dass ich zu dieser Behauptung qualifiziert wäre, aber: typisch!
«A Series of Unfortunate Events I: The Bad Beginning» - Lemony Snicket (1.6.2009)
Da das Buch nur ein Drittel der Handlung des Films umfasst, ist es sogar noch kurzweiliger und schneller verschlungen. Es liest sich fantastisch, und die Reclam-Ausgabe hat zusätzlich zu den schönen Illustrationen auch noch auf jeder Seite die kniffligsten englischen Vokabeln zusammengetragen, sodass man am Ende gar was lernt!
«Tim und Struppi: Tim in Tibet» - Hergé (1.6.2009)
«Asterix im Morgenland» - A. Uderzo und R. Goscinny (1.6.2009)
Lässt sich zu diesen beiden Serien noch was anderes sagen als... schön?
«Zwei Esel auf dem Jakobsweg» - Tim Moore (29.5.2009)
...und ein dritter auf der Couch. Wer Langeweile hat, mit spiritueller Selbstfindung was anfangen kann oder auf Kurzarbeit ist, der kann sich schon auch mal dieses Buch ansehen und dabei zumindest jeden Keim der Idee, irgendwann mal selbst den Jakobsweg zu wandern pilgern, wirksam ersticken. Was für Freaks! Besser als Harry Potter, aber dann doch nicht so gut wie etwas Bewegung an der frischen Luft. Ohne Santiago.
«Die Flatterzunge» - Friedrich Christian Delius (9.5.2009)
Fängt vielversprechend an und ebbt dann langsam ab, bis man sehnsüchtig das Ende erwartet. Trotzdem ein schönes kleines Buch, mit dem man sich prima in allen möglichen Situationen beschäftigen kann: in der Bahn, nach dem Mittagsschlaf auf der Wiese, begleitet von Summen aus der Badewanne... ;)
«Drei Männer im Schnee» - Erich Kästner (8.3.2009)
Man weiß noch nicht, ob wir nun Winter oder Frühling haben. Anlass zu übler Laune ließe sich bei diesem Wetter zumindest finden. Und ehe es soweit ist, empfehle ich jedem dieses kleine Buch: nein, nicht anspruchsvoll, nur einfach schön und aufs perfekte Ende ausgerichtet - da vergisst man glatt den ganzen Modder vor der Tür...
«Tim und Struppi: Der Schatz Rackhams des Roten» - Hergé (1.3.2009)
Jetzt bin ich wieder Bahnfahrer - und werde so vielleicht wieder regelmäßig zu halbstündigen Aufenthalten in Erfurt kommen. Die Bahnhofsbuchhandlung ist eine Gefahr für den Geldbeutel. Und ein Segen fürs Bücherregal, und die langweiligen Abende, die ich bis jetzt nicht habe. Und der Comic ist toll - wie immer!
«Dintemann und Schindemann» - Peter Rühmkorf (28.2.2009)
Genau das richtige, wenn draußen zwei Meter Schnee liegen, die sich mit dem unaufhörlich fallenden Regen vollsaugen, es drinnen gemütlich warm ist und die «Desert Blues» läuft... und überhaupt sind die «Aufgeklärten Märchen» so schön geschrieben, dass sie einfach nur Spaß machen. «Auch noch Denkanstöße vermitteln - soweit kommts! 'n Dichter ist kein Ziegenbock!»
«Siddharta» - Hermann Hesse (14.2.2009)
Manchmal, überraschend häufig, passiert es, dass man auf genau das richtige Buch im richtigen Moment trifft. Dieses war es. Jetzt. Von vorn bis hinten wert, gelesen, verinnerlicht, mitgefühlt, übers Bett gehängt und seiner wunderbar poetischen Sprache wegen allein schon geliebt zu werden. Ich bin so einfach glücklich zu machen. 121 Seiten genügen.
«Meister Breugnon» - Romain Rolland (3.1.2009)
Mit genau solchen Büchern sollte man alte Jahre beenden und neue anfangen: dieses hier ist die Bibel meines Vaters, und womöglich zu Recht. Wohlan, ein bisschen leben wie der alte Colas! Gutes Neues!
«Persepolis. Jugendjahre» - Marjane Satrapi (21.12.2008)
Ich hätte ahnen müssen, dass der zweite Teil bescheuert wird, schon nach dieser Eröffnung mit dem Lippenstift. Tja, die gute Frau ist Künstlerin. Entsprechend gibt's hier auch keine interessante Geschichte, sondern nur Probleme, Selbstfindung, deprimierenden Sex, Drugs and no Rock'n'Roll at all.
«Persepolis. Eine Kindheit im Iran» - Marjane Satrapi (18.12.2008)
Gleich vorweg: viel zu lachen gibt es in diesem Comic nicht. Dennoch war er von vorn bis hinten fesselnd, die Geschichte spannend erzählt und ich würde ihn jederzeit weiterempfehlen, obwohl ich noch ein wenig unsicher bin, was davon wahr ist und was nur aus Marketinggründen aufgeplustert wurde. Good time for bad stories...
«Asterix und die Goten» - A. Uderzo und R. Goscinny (7.12.2008)
Großartig wie alle Asterix-Geschichten, aber doch eben ein bisschen ungewohnt bunt und hochglänzend im Gegensatz zu meinen übrigen Heften. Und ich hätte mir eigentlich noch ein paar mehr Seitenhiebe und Anspielungen erhofft... naja, für trostlose Weihnachtszugfahrten reicht's allemal.
«Die Memoiren des Rodriguez Faszanatas» - Helge Schneider (4.12.2008)
Was soll ich dazu sagen? Ich bin mir unsicher, welcher labile Gemütszustand mich ab und an dazu befähigt, über Helge Schneider zu lachen. Fakt ist, bei den Audioprodukten setzte er ein wenig öfter ein als bei diesem Buch. Wird der Heiratsschwindler, so unterhaltsam und kurzweilig er ist, halt doch noch mit Leichtigkeit überboten vom Huhn Kartoffelsalat und dem Frosch ohne Namen.
«Fermats letzter Satz» - Simon Singh (1.12.2008)
Da ist sie: die intelligente Lektüre, auf die wir auf dieser Seite schon seit Monaten warten. Tipp von Manu, ich stimme ihr zu und sag's daher gleich mit ihren Worten: da glaubt man direkt, Mathe könnte Spaß machen... vielen Dank an den Ausleiher.
«Das einzig wahre Buch für Mädchen» - Rosemary Davidson und Sarah Vine (25.11.2008)
Ich bin leicht glücklich zu machen: man drücke mir ein typographisch ansprechend aufgemachtes Buch wie dieses in die Hand, und schon ist mir der Inhalt schon fast egal. Satz und Layout sind jedenfalls großartig, und auch Hinweise, wie man mit Jungen umgeht, cool ist (aber richtig), ein Pony zureitet, eine verstopfte Toilette reinigt, seinen eigenen Beautysalon eröffnet und ein ordentliches Lagerfeuer anzündet, sind natürlich nicht zu verachten.
«Nichtlustig 4» - Joscha Sauer (23.11.2008)
Ich konnte mich doch nicht davon abhalten, den neuen Band zu kaufen - und siehe da, diesmal ist sogar die fortlaufende Geschichte sehr hübsch geworden. Ganz abgesehen von vielen, wie immer wunderbaren Cartoons... für alle künftigen Signiertermine sei der Herr Sauer hiermit offiziell auf meine Couch eingeladen!
«The Little Book of Calm» - Paul Wilson (26.10.2008)
Ich musste es tun - so lange hat mich nun verfolgt, dass ich Mannys Originalsprüche nicht in der Work-Version gefunden habe. Die Ähnlichkeit der beiden ist allerdings frappierend, man braucht im Prinzip wirklich nur eins und der größte Beschiss ist, dass Mannys Sprüche offenbar erst für die Serie erfunden wurden. Es fehlen jedenfalls immer noch einige. Dafür bin ich aber soooo ruhig...
«Comic-Typs Buch der Popkultur» - (vielleicht ein bisschen) Matt Groening (12.10.2008)
Dieses Buch hier war's schonmal nicht - und es ging einzig in meinen Besitz über, weil mir gewisse Gemeinsamkeiten mit dem Protagonisten nachgesagt werden. Mag sein, mag sein. Das Buch war jedenfalls nicht ganz so lustig und gleichzeitig teurer als erwartet. Na und, dafür seh ich besser aus...! ;)
«Der gelbe Handschuh» - Alfred Weidenmann (7.10.2008)
Es begann an einem verregneten Sonntagnachmittag vor dem Bücherregal des Freundes. Man hätte viel schlechteres rausziehen können, besseres aber auch. Bei diesem Exemplar der Reihe «Leseriese» wusste ich schon ziemlich zu Anfang den Ausgang des kriminalstischen Abenteuers. Da lob ich mir doch Sherlock Holmes. Ich sollte mal wieder irgendwas gescheites lesen.
«Die drei ??? - Vampir im Internet» - André Minninger (1.9.2008)
Ich mochte die drei ??? - irgendwann mal. Das Geisterschloss, der Super-Papagei, die alle waren toll. Dieses aktuellere Exemplar hätte ich allerdings nicht unbedingt lesen müssen, denn es war unübertrefflich blöd. Immerhin nicht soo aktuell und von einem technischen Analphabet geschrieben, sodass ein wenig unfreiwilliger Humor bleibt. Lohnt sich aber nicht. Demnächst les ich lieber Harry Potter.
«Tank Girl» - Jamie Hewlett und Alan Martin (27.8.2008)
Wenn es natürlich im Zusammenhang einer Geschichte mit Tank Girl, Booga, Stevie und anderen Gestalten nur Schießereien und Rumgeficke gibt, ist das völlig in Ordnung so. Great as ever! Danke für das verspätete Geburtstagsgeschenk!
«Mädchen» - Flix (11.8.2008)
Hach, dieses Berliner Großstadtflair, diese Lebensweisheit, diese tiefe innere Verbundenheit... des Autors zu 90% aller deutschen Frauen unter 30, aber zu mir schonmal nicht. Was für'n Käse. Und dann gibt's nichtmal ein Happy End. Nur sinnlose, kontemplative Selbstbetrachtung, Rumgeficke, Lattetrinken und (immerhin) schöne Bilder. War ja immerhin nicht meins.
«Die Geheimnisse der Monster des Alltags» - Christian Moser (6.8.2008)
Nachdem mich Bibi freundlicherweise schon an die Postkarten herangeführt hat, gibt es nun auch den Sammelband der Monster des Alltags. Nett. Schlauerweise griff ich natürlich zum zweiten Band und ließ mir so meine alten «Freunde» Stress™, innere Leere und Suff entgehen. Nun ja... bald ist ja Weihnachten...
«Peanuts Weisheiten» - Charles M. Schulz (5.8.2008)
Ooh ja, ich bin so schlecht. Ich habe ein Buch, das ich zu verschenken gedachte, schon vorher gelesen! Na gut, zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass sich das auch locker auf der langweiligen Zugfahrt nach Hause bewerkstelligen ließ. Mit anderen Worten: allzu viele Weisheiten sind es eben nicht. Aber trotzdem schön, dass sie mal zusammengetragen wurden. Auch wenn mein Favorit fehlt: «Ich habe eine neue Philosophie entwickelt: ich fürchte jetzt nur noch jeden Tag einzeln.»
«Ist nur Spaß!» - Adam Trepczynski (5.8.2008)
Juhu! Ein neues Buch von Adam! Ich freu mich so! Und freu mich auf jeder Seite noch mehr! Die Gartenkralle ist diesmal mit dabei! Mein neuer Favorit ist aber wahrscheinlich der Kabumm-Cartoon... großartig! Jippie! Und danke für den Buchtipp... also den anderen... Epstein statt Hawking... juhujuhu! Was für ein schöner Tag! Nur eins könnte es noch besser machen: Wackelaugen für die Eidechsen auf dem Titelbild. Ich kleb mir gleich welche drauf.
«Über den Umgang mit Menschen» - Adolph Freiherr von Knigge (31.7.2008)
Dieses Buch sollte man gelesen haben, und zwar schon allein deshalb, um allen, die einem mit «Knigge!» kommen, den Wind aus den Segeln zu nehmen. Meine Oma hatte Unrecht: auf über vierhundert Seiten kein Wort über Ellebogen auf dem Tisch. Dafür umso mehr anderes für alle Lebenslagen des 18. Jahrhunderts - das jugendfreie Kamasutra. Wohl bekomm's!
«Ohne mich, Jeeves!» - P. G. Wodehouse (26.7.2008)
Man sollte es kaum für möglich halten, aber es gibt ein noch besseres Buch als «SOS, Jeeves!»: dieses hier! Der simple Grund: es ist doppelt so lang. Und genauso phantastisch. Ich empfehle es allen und jedem!
«Tim und Struppi: Der Sonnentempel» - Hergé (23.6.2008)
Obwohl Amazon es fantastisch schnell geschafft hat, mir den Anschlussband zu schicken, hob ich mir den Lesegenuss doch noch für die Morgenzugfahrt auf. Hat sich gelohnt: wieder hat ein Tag gut angefangen! (Und wurde von da an zusehends schlechter...)
«Tim und Struppi: Die sieben Kristallkugeln» - Hergé (19.6.2008)
Mit schlafwandlerischer Sicherheit verfiel ich wieder einmal genau dann auf die Idee, einen neuen Band zu brauchen, als die Zugfahrt ohne einen unerträglich geworden wäre. So gibt es nur einen Kritikpunkt: es ist der erste Teil einer Fortsetzungsgeschichte, auf deren Ausgang ich jetzt bis zur nächsten Amazon-Lieferung warten muss!
«Tim und Struppi: Die schwarze Insel» - Hergé (4.6.2008)
Diese Comichefte sind einfach großartig. Unfassbar, wieviel Bewegung in winzigen, ohne jegliche Speedlines gezeichneten Bildern stecken kann! Wie gewohnt ein Abenteuer, das auf über fünfzig Seiten keine Sekunde langweilt.
«Calvin & Hobbes: Psycho-Killer-Dschungelkatze» - Bill Watterson (26.5.2008)
Unglaublich, dieser Arbeitsstress: dieser wunderbare Comicband hat drei Wochen mit mir verbracht, ohne ausgelesen zu werden! Wenn das mal kein Rekord ist. Und das Buch... trotz einiger Duplikate gewohnt herrlich.
«Das Erlkönig-Manöver» - Robert Löhr (24.5.2008)
Einerseits ist ja die Idee ein bisschen abstoßend, die historischen Größen, auf die Deutschland stolz sein darf, ohne nationalistischer Sympathien verdächtigt zu werden, auf einem Abenteuer, wie es an den Haaren herbeigezogener kaum sein könnte, durch den Kakao zu ziehen. Andererseits hat das natürlich (aus meiner Sicht) diesen gewissen Monkey-Island-Bonus: es kann gar nichts wirklich schiefgehen! Goethe ist nunmal erst 1832 gestorben, also wird er auch aus diesem Hinterhalt wieder lebend rauskommen. Bettine ist als «von Arnim» bekannt geworden, also muss ihr Achim verzeihen! Eine entspannte Abenteuergeschichte also, und auch mit einem so moderaten Klassikerwissen wie meinem findet man noch oft genug Anspielungen zum Schmunzeln. Und das Finale findet bei mir um die Ecke statt! Prädikat: kann man mal lesen.
«Das kleine Buch der Wissenschaft» - John Gribbin (22.5.2008)
Der Autor ist offenbar vorrangig Schreiberling, was ihn für mich schon etwas wissenschaftlich unglaubwürdig macht, und dazu verliebt in Statistik - spätestens die Rechnung, dass jährlich im Schnitt 2700 Menschen von großen Kometen getötet werden, war ein ziemlich trauriger Versuch eines wissenschaftlichen Scherzes. Fazit: Schöner Einband, aber um's mit Frau Rose zu sagen: «Was wir hier lernen, ist so stark vereinfacht, dass es schon fast wieder falsch ist.»
«Feynmans Regenbogen» - Leonard Mlodinow (29.4.2008)
Was soll ich sagen: ein fantastisches Buch! Macht glücklich, traurig, nachdenklich und ist durchweg zu empfehlen - außer vielleicht für deprimierte Physiker... sag's mir, Manu!
«Strata» - Terry Pratchett (17.4.2008)
Ein schönes Bildchen von Josh Kirby vornedrauf, Terry Pratchett drin und irgendwas mit Scheibenwelt auf dem Backcover - da könnte man einen weiteren tollen Discworld-Roman vermuten. Tut man das nicht, ist das Buch eigentlich ganz unterhaltsam, und vielleicht nichtmal so verwirrend wie manches von Lem. Ansonsten: oje!
«The Blind Watchmaker» - Richard Dawkins (27.3.2008)
Da ich eine recht gute und kuchenhaltige (danke, Frau Rose) Schulausbildung in Evolution und Genetik frei von den Unbillen der Schöpfungstheorie genoss, ließ das von Douglas Adams angekündigte lebensverbessernde Aha-Erlebnis immerhin bis auf Seite 158 auf sich warten. Kurz danach driftete das Buch allerdings eher in Richtung Michael Moore ab - nicht, dass ich die vorgestellten Theorien nicht unterstütze, aber alles fünfmal vermengt mit halbgarem Gezeter gegen die sonstigen Theorien zu sagen, nervt doch ein wenig.
«Kleine Geschichten für Weiberfeinde» - Patricia Highsmith (22.3.2008)
Mit sicherem Griff eins der peinlicheren Objekte aus Manus Regal herausgegriffen und während dem Druck von fünf Diplomexemplaren schon halb gelesen. Gesamtbilanz: 5x Frau tot, 3x Mann tot, 2x beide tot, 2x Frau weg, 1x Mann weg, 1x Frau wahnsinnig, 1x Mann wahnsinnig, 1x Schwiegermutter tot. Originell ist was anderes.
«The Little Book of Calm at Work» - Paul Wilson (2.3.2008)
Es ist pure Übertreibung, das Buch zu nennen - aber es ist natürlich exakt so intelligent, wie ich angenommen hatte. Durch die bloße Lektüre fühle ich mich schon wie Jesus selbst. Oder Manny? Oder doch eher Bernard?
«Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär» - Walter Moers (19.2.2008)
So simpel geschrieben, dass man immerzu und überall versucht ist, nach versteckten Weisheiten zu suchen. Es stellt sich heraus, dass es eine Menge davon gibt. Fragt sich nur, ob sie meinem Hirn oder dem des Autors entsprungen sind...
Übervoll von genialen Einfällen, nur der Schreibstil war nicht so mein Fall, und dass es tatsächlich einen Spannungsbogen gab, merkt man auch erst auf Seite 680. Nett! Nicht wahnsinnig erregend, aber nett.
«SOS, Jeeves!» - P. G. Wodehouse (24.1.2008)
Sprachlich ein Meisterwerk (ich möchte nicht in der Haut des Übersetzers stecken, aber es ist fantastisch!), und es baut nicht nur mein Gefühl für die deutsche Grammatik wieder auf, sondern ist auch noch unheimlich lustig, macht süchtig und gab mir jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit das gute Gefühl, nicht die Zielscheibe des Schicksals zu sein - dafür ist Bertie Wooster zuständig!
«Calvin & Hobbes: It's a magical world» - Bill Watterson (20.1.2008)
Genauso toll wie alle anderen Calvin & Hobbes-Sammlungen. Leider stelle ich fest, dass die englischen und deutschen Ausgaben offenbar unterschiedlich geordnet sind, sodass ich nun doch ein paar Cartoons doppelt habe. Pro: ich habe den perfekten Cartoon zur Diplomarbeit gefunden. It's a magical world.
«Heavy Metal - Geschichten, Bands und Platten» - Frank Schäfer (15.1.2008)
Es ist für sich schon ein kleines Paradoxon, ein Buch über etwas zu lesen, das man eigentlich nicht beschreiben, sondern nur irgendwo in der Magengegend spüren kann. Noch schlimmer wird's, wenn die Lieblingsworte des Autors «nachgerade» und «je nun» sind. Das Sahnehäubchen auf dem Leid ist die Tatsache, dass der gesamte lesenswerte Textanteil bereits aufs Backcover gedruckt war. Naja, geschenkter Gaul... immerhin gibts acht Bilder von Eugen Egner als kostenlose Zugabe.
«Glennkill» - Leonie Swann (7.1.2008)
Ich hab es mir nicht gewünscht. Es wurde von jemandem mit lauter nutzlosen geisteswissenschaftlichen Studienfächern verfasst, der noch keine dreißig und offenbar entsetzlich erfolgreich ist. Ausgehend von dieser miesen Grundeinstellung dürfte die Tatsache, dass ich dieses fast vierhundert Seiten starke Buch in anderthalb Tagen ausgelesen habe und darüber meinen Tee kalt werden ließ, wohl ganz eindeutig für das Buch sprechen.
«Keine Panik» - Neil Gaiman (2.1.2008)
So unterhaltsam, wie eine Biographie nur sein kann. Schon die verlorenen Zitate von Zaphod sind auf jeden Fall ihr Geld wert: «Der schiere Anblick weckt den Wunsch in mir, äh... also... Diavorträge zu halten.»
«TOUCHÉ 4000» und «TOUCHÉ 4500» - ©Tom (26.12.2007)
Nur wer den zweiten Feiertag durch den erstaunlichen Camilla-Norovirus zwischen Couch und Klo verbringt, schafft das Kunststück, beide Bände in nur einem Tag zu lesen. Aber sie verursachen auch ohne Virus endlose Sitzungen... (Kann man diese Cartoons eigentlich auch in einem anderen Raum lesen?)
«Der schwarze Obelisk» - Erich Maria Remarque (25.12.2007)
Da mir das von Manu empfohlen wurde, muss ich hier ja zum Glück nichts weiter dazu sagen als... genial!
«Zits - Tage eines Teenagers» - Jerry Scott/Jim Borgman (24.12.2007)
Der erste Weihnachts-Comicband, der in diesem Jahr verschlungen wurde. Nein, ich bin kein Teenager mehr. Trotzdem kommt mir vieles entsetzlich bekannt vor... ich mag Jeremy einfach!
«Goethe - Die ganze Wahrheit» - Christian Moser (18.12.2007)
Wenn Calvin & Hobbes durchgeht, dann das auch... Eigentlich sollte ich das gar nicht gelesen haben. Die Idee, aus Mephistos Perspektive zu erzählen, ist immerhin nicht ganz so bekloppt wie die Couch in der Freund-Biographie des gleichen Autors. Über den (trotz allem unterhaltsamen) Aufsatz auf Grundschulniveau trösten Christian Mosers wundervolle Zeichnungen und die recht gelungenen Adaptionen des Faust-Textes hinweg.
«Calvin & Hobbes - Ereignisreiche Tage» - Bill Watterson (16.12.2007)
Falls das als Buch durchgeht... naja... Mein persönliches Weihnachtsgeschenk an mich selbst! Vermutlich hätte man es auch an einem einzigen Tag durchkriegen können, aber mit Calvin & Hobbes-Cartoons ist es wie mit einer guten Tafel Schokolade: bei schlechter Laune verschlingt man sie gleich komplett, ansonsten kann man sie sich einteilen und immer wieder Freude daran haben...
«Die Goldenen Heiligen» - Herbert Rosendorfer (5.12.2007)
Ich kann wenig mit Büchern anfangen, in denen ich für keinen einzigen Charakter Sympathie empfinde - was auch bei diesem der Fall war (abgesehen vielleicht vom gewissen Michael). Trotzdem natürlich interessante Grundidee, doch leider, obwohl es bitterernst sein sollte, erinnert die Umsetzung eher an Harry Potter: ein ganzes Buch voll «Was geht's mich an?! Endlich alle tot? Prima.» Pro: klein, leicht, schnell gelesen und unanstrengend unterhaltsam.
«Der Sternenkavalier» - Gerhard Branstner (19.11.2007)
Manchmal lustig, manchmal interessant, manchmal ein wenig überholt, manchmal aber immer noch Utopie - und noch dazu wunderschön illustriert und im perfekten Format für Straßenbahnlektüre! Wer meinen Verdacht bezüglich der Namensherkunft der beiden Helden teilt, möge sich melden - oder bin ich der einzige Mensch des Planeten, der komische Wörter immer gleich probehalber rückwärts liest?
«Der Selbstmörderklub» - Robert Louis Stevenson (13.11.2007)
Hat mir besser gefallen als die Schatzinsel. Schon die Grundidee der Geschichte ist ja irgendwie genial (ein Klub für alle Hoschis, die gern sterben würden, aber zu feige sind, sich umzubringen), und diese Tausendundeinenacht-Erzählweise mag ich auch ganz gern. Gibt einige gemütliche Abende im Bett...
«Der astronomische Dieb» - Gerhard Branstner (12.11.2007)
Ok, die Anekdoten sind beinahe zu kurz und manchmal hab ich mich eine Zeile nach dem Schluss gefragt, wo sich die Pointe versteckt hat. Aber im Notfall ist es ja auch lustig genug, fast vierzig Jahre alte Science-Fiction-Geschichten eines kommunistischen Autors zu lesen - zum einen, weil ein paar Sachen mittlerweile schon schrecklich wahr sind, zum anderen, weil manches so extrem daneben geraten war...
«Das Totenschiff» - B. Traven (26.10.2007)
Überraschend unterhaltsam und von aller Seefahrtsromantik bereinigt. Es liest sich wirklich prima und ich war in Nullkommanix durch. Und nach meinen Schlachten mit dem Bafögamt genieße ich jeden Seitenhieb auf die Bürokratie. Yes, Sir!
«Die Schatzinsel» - Robert Louis Stevenson (15.10.2007)
Sowas haben mal irgendwann Schuljungs gelesen?! (Damals, als Schuljungs erstens noch lesen konnten und das zweitens auch noch freiwillig getan haben...) Ganz schön gruselig, stellenweise. Nach dem Buch fiel mir erstmal auf, wie das ganze von Disney für den Schatzplaneten durch den Kakao gezogen wurde. Ich bin noch unschlüssig, welche Version mir besser gefällt. Im Buch war mir Jim Hawkins ein bisschen zu dämlich, glaub ich.
«Flächenland» - Edwin A. Abbott (1.10.2007)
Obwohl es ein winziges Buch ist, war es eine Qual, das zu lesen. Es ist ziemlich schlecht produziert, was mich auch gleich störte, und der Inhalt ist... naja... nicht ganz so spektakulär, wie ihn Paul Watzlawick hingestellt hat. Zwischen den zwei bis drei interessanten Denkansätzen sprudeln jede Menge idiotische politische Vorstellungen und chauvinistische Überzeugungen. Das würde ich lieber keinem Schulkind in die Hand geben.
Wenn du weniger Unsinn sprächest, hättest du mehr Vernunft!
(Edwin A. Abbott, «Flächenland»)