{"id":67,"date":"2010-06-14T18:26:46","date_gmt":"2010-06-14T17:26:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.paintedhell.de\/blag\/?p=67"},"modified":"2011-02-17T14:29:33","modified_gmt":"2011-02-17T13:29:33","slug":"the-fortune-cookie-says-what-you-need-most-is-endurance","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.paintedhell.de\/blag\/the-fortune-cookie-says-what-you-need-most-is-endurance\/","title":{"rendered":"The Fortune Cookie says: What You Need Most Is Endurance*"},"content":{"rendered":"<p>Das vergangene Wochenende hielt f\u00fcr mich eine Erfahrung bereit, die man nicht alle Tage macht: das erste (und wom\u00f6glich auch letzte?) <strong>24-Stunden-Schwimmen<\/strong> meines Lebens. Da ich vorher keine Ahnung hatte, was auf mich zukommt, und bald vergessen haben werde, wie es war, werde ich das Blag als Ged\u00e4chtnisst\u00fctze nutzen und hier das Erlebte aufarbeiten.<\/p>\n<p>Bei einem 24-Stunden-Schwimmen geht es darum, innerhalb eines Tages (also 24 Stunden) so viel Strecke wie nur irgend m\u00f6glich schwimmend zur\u00fcckzulegen. Soviel zum Konzept. Praktisch kann man sich die Zeit nat\u00fcrlich frei einteilen, man kann auch von den 24 Stunden nur eine halbe im Wasser verbringen, nur der Erfolg h\u00e4lt sich dann eben in Grenzen.<\/p>\n<p>Ich war p\u00fcnktlich zum Einlass vor Ort, und es regnete. Es gibt kaum einen deprimierenderen Anblick als ein gro\u00dfes Sportschwimmbecken bei Regen, und menschenleer war es noch dazu. Ich hatte mir ausgemalt, mit hunderten Schwimmsportlern um die raren Startpl\u00e4tze auf den gerade mal sechs Bahnen wetteifern zu m\u00fcssen, aber keiner war anwesend.<\/p>\n<p>Den Startschuss um 14 Uhr habe ich nicht im Wasser erlebt, aber inzwischen waren doch einige Schwimmer eingetroffen und kurz danach war ich auch soweit. Nat\u00fcrlich wollen in der Startphase alle schwimmen &#8211; die Bahnen waren entsprechend voll, und da doch viele Leute dabei waren, die eher unprofessionelle Schwimmer sind, ging es recht langsam voran. Ok, prima, entspannend. Ich hing mit ruhigem Brustschwimmen dazwischen und fand die erste 2-Stunden-Etappe (4,3 km) sehr entspannend. Leider ist Brustschwimmen ganz der falsche philosophische Ansatz, denn mit einigen Stunden Verz\u00f6gerung merkt man dann an den Gelenkschmerzen, was f\u00fcr eine uns\u00e4glich dumme Idee es war, \u00fcber 10 km fast ausschlie\u00dflich in dieser Schwimmart zur\u00fcckzulegen. Kraul mag ein winziges bisschen anstrengender sein, aber die Schultern sind dankbar. Als ich das herausfand, war es nur leider schon etwas zu sp\u00e4t.<\/p>\n<p>Erstaunlicherweise waren die limitierenden Elemente auch nicht (wie ich angenommen hatte) Kraftmangel oder M\u00fcdigkeit, sondern wirklich die Schmerzen und die Unterk\u00fchlung. Zwar war das Becken auf kuschlige 24\u00b0C beheizt, aber drau\u00dfen waren es dann (zumindest Nachts) nichtmal mehr 15\u00b0C und w\u00e4hrend des Wartens auf einen Startplatz musste ich mir schon arg das Z\u00e4hneklappern verkneifen.<\/p>\n<p>Zuletzt noch zur Versorgung: zwar wurde gro\u00dfspurig mit Versorgung vor Ort geworben, aber diese hatte dann eher Volksfestcharakter als dass sie f\u00fcr eine Sportveranstaltung geeignet gewesen w\u00e4re. Ich kann mir nach zwei Stunden im Wasser jedenfalls bessere Mahlzeiten vorstellen als Bratwurst, Pommes, Bier und Cola, und war dann ganz froh, dass ich mir die M\u00fche gemacht hatte, meine eigenen Speisen und Getr\u00e4nke mitzuf\u00fchren (Nudelsalat, Apfel-M\u00f6hren-Salat, Schokolade f\u00fcr zwischendurch, verd\u00fcnnten Guavensaft).<\/p>\n<p>Die Lernkurve wahr jedenfalls steil, der Erfolg f\u00fcr den ersten Versuch find ich ganz ok, und ich bin gespannt, ob ich bis zum n\u00e4chsten Jahr in der richtigen Laune f\u00fcr eine Wiederholung bin. Ich kann&#8217;s niemandem empfehlen, aber auch keinem verbieten&#8230;<\/p>\n<p><span style=\"color: #888888;\">* Endurance is a registered trademark of Speedo Holdings B.V. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das vergangene Wochenende hielt f\u00fcr mich eine Erfahrung bereit, die man nicht alle Tage macht: das erste (und wom\u00f6glich auch letzte?) 24-Stunden-Schwimmen meines Lebens. 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